"Luzern Bündnis gegen Depression"
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Das "Luzerner Bündnis gegen Depression" ist ein zweijähriges Pilotprojekt. Die Projektdauer endet am 31. August 2009. Der Schlussbericht ist unter folgendem Link erhältlich. Schlussdokumentation. (29'887 KB) Das „Luzerner Bündnis gegen Depression“ wird in das neue umfassendere „Aktionsprogramm Psychische Gesundheit“ integriert und weitergeführt.
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Ausgangslage
Problemstellung
Wussten Sie, dass im Laufe Ihres Lebens rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung erkrankt? Resultate der im Jahr 2002 durchgeführten Schweizerischen Gesundheitsbefragung zeigen, dass in der Schweiz über 3% der Befragten an mittleren bis gravierenden depressiven Symptomen leiden. Knapp 15% sind von schwachen Symptomen einer Depression betroffen.
Mit einer im internationalen Vergleich hohen Suizidrate von 1-2% aller Todesfälle sterben jährlich in der Schweiz doppelt bis dreimal so viele Menschen an Suizid wie an Strassenverkehrsunfällen, Aids und Drogen zusammen. Ein Grossteil aller Suizide werden im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen begangen. Etwa 10 bis 15 Prozent der an schweren Depressionen leidenden Patienten nehmen sich das Leben. Trotz diesen Zahlen ist die Tabuisierung, Stigmatisierung und Unwissenheit von und über depressive Erkrankungen in der Bevölkerung sehr hoch. Dies führt zu Unter- und Fehlversorgung der Betroffenen, obwohl sich Depressionen heute wirksam behandeln lassen. So sucht nur jede vierte Person mit mittleren bis starken bzw. jede zweite mit gravierenden depressiven Symptomen auch eine Behandlung auf.
Ziele
Das „Luzerner Bündnis gegen Depression“ ist ein Projekt für die Prävention von Depression und Suizidalität. Die Kampagne setzt sich für eine frühere Erkennung von Depressionen und optimierte Behandlung der Betroffenen ein. Dadurch soll die Gesundheit und Lebensqualität der PatientInnen und deren Umfeld deutlich verbessert werden. Die Luzerner Bevölkerung soll über die Krankheit Depression informiert und für das Thema sensibilisiert werden. Die Menschen im Kanton Luzern sollen wissen, welche Symptome auf eine Depression hindeuten, und was man dagegen tun kann. Depression ist eine Erkrankung wie jede andere auch, und kein Ausdruck eines persönlichen Versagens! Ebensolche Bündnisse wurden bereits verschiedentlich im europäischen Raum und in der Schweiz (Kt. Zug und Bern) erfolgreich durchgeführt.
Das Pilotprojekt entstand in Nürnberg (D) in den Jahren 2000-2002.
Anlehnend an das Modellprojekt „Nürnberger Bündnis gegen Depression“, soll das „Luzerner Bündnis“ mit folgenden Zielen durchgeführt werden:
- Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Entstigmatisierung der Krankheit Depression
- Bessere Früherkennung und optimierte Behandlung für Depressionsbetroffene
- Aufbau eines tragfähigen Netzwerkes im Kanton Luzern (Einbezug und Vernetzung breiter Kreise von Fachpersonen, Institutionen und Organisationen)
- Fortbildungen für unterschiedliche Zielgruppen
- Arbeit bei Zielgruppen mit erhöhtem Depressions-Risiko
- Vermittlung der drei Kernbotschaften:
- "Depression hat viele Gesichter“ - "Depression kann jede/n treffen“ - „Depression ist behandelbar“
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